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Mikroapartments: Der Shootingstar bei Mietern und Investoren

Mikroapartments: Der Shootingstar bei Mietern und Investoren

In unserem Blog stellen wir dir immer wieder neue Wohntrends vor. Einer davon hört auf das Stichwort Mikroapartments. Dahinter verbergen sich ganze Apartmentanlagen mit hochwertig vollmöblierten, extrem funktionalen Kleinstwohnungen von ca. 20–30 qm. Nicht selten ist in diesem Zusammenhang vom “Leben im Schuhkarton” die Rede. Jeder Zentimeter wird effizient genutzt. Eine Wohnung gleicht wie das sprichwörtliche Ei dem anderen.

Viele Anbieter solcher Mikrowohnungen haben explizit Studenten als Zielgruppe im Fokus. Die Apartmentanlagen sind sozusagen die neuen Wohnheime – nur ohne die muffige Pressspaneinrichtung, die seit 30 Jahren nicht ausgetauscht wurde. Mikroapartments bedienen stattdessen die steigende Nachfrage im hochpreisigen Segment des studentischen, privat finanzierten Wohnens.

Aber auch digitale Nomaden, Pendler, Singles und Berufseinsteiger gehören zur anvisierten Mietergruppe der privaten Träger von Mikrowohnungen – eine junge, urbane, moderne und mobile Zielgruppe eben. Sie alle verbindet der Wunsch nach Flexibilität, Qualität und Service beim Wohnen, allerdings zu einem bezahlbaren Preis bei zentraler Lage.

Postkartenständer mit Postkarten mit Berlin-SchriftzugDass bezahlbarer Wohnraum jedoch knapp ist, ist so bekannt, dass es hier kaum mehr geschrieben werden muss. Und das ist kein Berlin-spezifisches Problem, sondern zieht sich durch alle deutschen Ballungsgebiete. Wir alle kennen das traurige Spiel: Hohe Nachfrage zieht hohe Mietpreise nach sich. Wohnungen in gefragten Bezirken wie Prenzlauer Berg, Kreuzberg oder im Hamburger Schanzenviertel sind für Normalverdiener nahezu unbezahlbar, für Studenten erst recht. Doch genau da wollen Studenten, Absolventen, Freelancer, junge Führungskräfte und Co. eben leben. Und sind deshalb bereit, auf Fläche zu verzichten. Vorausgesetzt sie erhalten dafür eine funktionale, moderne Ausstattung und hohe Qualität, auch in Sachen Lage, zu einem bezahlbaren Preis. Die ganzen Mikroapartment-Anlagen, die derzeit innerhalb des Berliner Rings hochgezogen werden, sind der Beton gewordene Beleg dafür.

Renditen bis zu 5% versprochen – Mikroapartments als Kapitalanlage boomen

5 Gründe, weshalb der Bedarf an Mikro-Wohneinheiten hierzulande riesig ist:

  1. Steter Zuzug nach Berlin und in andere Ballungszentren in Deutschland
  2. Ein Ende der Wohnungsknappheit in Ballungsgebieten ist nicht in Sicht, der Wohnungsbau hinkt hinterher
  3. Steigende Mieten in Großstädten werden deshalb auch weiter auf der Tagesordnung stehen
  4. Steigende Studentenzahlen in Deutschland (aus dem In- und Ausland) bei gleichzeitig fehlenden Wohnheimplätzen
  5. Steigende Anzahl an 1-Personen-Haushalten und mobilen Arbeitnehmern

Dies sind gleichzeitig die Gründe, weshalb Mikroapartments und Mikrowohnungen als Investmentanlage auch auf lange Sicht vielversprechend, sprich renditeversprechend, sind. Die Nachfrage nach Mikroapartments in Top-Lage, die nicht nur für Studenten bezahlbaren Wohnraum darstellen, wird Branchenexperten zufolge ungebrochen sein und sich sogar noch zuspitzen. In Erwartung hoher Renditen drängen deshalb massiv institutionelle Investoren wie Fonds oder Pensionskassen, auch ausländische, in den deutschen Markt mit den Mikroapartments. Sie erwarten deutlich höhere Mieteinnahmen pro Quadratmeter als bei herkömmlichen Neubauwohnungen, zumal für Mikrowohnungen die Mietpreisbremse nicht gilt.

Und auch das Interesse privater Anleger an den Mini-Wohnungen steigt. In Zeiten der Null-Zins-Politik bringt ihnen ihr Erspartes auf dem Konto keinen Ertrag mehr. Viele Privatanleger verlegen sich deshalb auf den Immobilien-Markt: Wohnung oder Haus kaufen und vermieten. Bei kleinen Mikroapartments ist die Investitionsgröße aber noch deutlich geringer als bei 2- oder 3-Zimmer-Wohnungen, was zusammen mit der Möglichkeit einer KfW-Förderung die Kleinanleger anlockt. Und die Chancen, ein Mikroapartment in Berlin, Münster, München und anderen Städten langfristig vermieten zu können, stehen für Kleinanleger aus oben genannten Gründen sehr gut. Und die Altersvorsorge ist gleich mit drin.

Steuerliche Vorteile bei der Vermietung erhöhen die Attraktivität einer solchen privaten Kapitalanlage nochmals: Gebäudeabschreibung, Schuldzinsen und Erhaltungskosten können steuerlich geltend gemacht werden.

“Suche Wohnung in Berlin – schnell” – Mikroapartments als unkomplizierte Lösung

Studenten, Freelancer, Projektmitarbeiter, Wochenendpendler; sie alle strömen in die Großstädte. Die Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum in guter Lage ist also riesig. Wer für ein WG-Zimmer nicht 600 Euro Miete zahlen will, beim WG-Casting gar nicht erst in die nächste Runde kommt oder bei Massenbesichtigungen mit hundert anderen Mitbewerbern doch irgendwann entnervt das Handtuch schmeißt, der fragt sich zu Recht: Finde ich vor Semesterbeginn oder dem ersten Tag im neuen Job überhaupt noch eine anständige Bleibe? Der Wohnungsfrust bei Normalverdienern und Studenten ist groß, in Berlin genauso wie in München, Hamburg oder Frankfurt.

Für Wohnungssuchende mit Zeitdruck und finanziellem Limit sind Mikroapartments daher ein wahrer Segen. Damit hat die Zeit und Nerven kostende Wohnungssuche endlich ein Ende. Die Wohnfläche ist zwar gering, aber die Miete bezahlbar, auch wenn der Quadratmeterpreis bei genauerem Hinsehen schwindelerregend hoch ist; eine bessere bzw. günstigere Option als eine Mikrowohnung gibt es für viele nicht. Der Markt scheint also noch nicht gesättigt.

All-in-one-Wohnen: Lifestyle und Komfort gibt’s bei möblierten Apartments inklusive

Bett, Tisch, Stuhl, Schreibtisch, Schrank, Regal, Küche, Bad, Fernseher WLAN – das ist in der Regel die Standardausstattung der Minimalwohnungen. Die Anbieter, meist privatwirtschaftliche Projekte oder landeseigene Unternehmen für temporären Wohnraum, erheben den Minimalismus mit hochwertiger, moderner Ausstattung zum Lifestyle, der auf Wunsch durch verschiedene Service-Angebote abgerundet wird.

Diese Nische des gehobenen möblierten Wohnens kommt vor allem bei Berufstätigen mit wenig Zeit gut an. Voll ausgestattete Serviced Apartments, die Reinigung und andere Pflichten für ihre Mieter übernehmen, erfahren dementsprechend viel Zulauf, vor allem als Konzept für Wohnen auf Zeit: Wer bspw. beruflich nur für einige Zeit in einer anderen Stadt ist, der zieht ganz ohne Umzugsstress zur Zwischenmiete in eine vollmöblierte 1-Zimmer-Wohnung und hat dort ab der ersten Sekunde alles, was er zum Leben braucht.

Blaues Sofa und weißer Esstisch auf Kachelboden

Da Serviced Apartments ähnlich wie Boardinghouses Angebote zur Kurzzeitvermietung mit begrenzter privater Wohnfläche sind, wird dieser bei höherklassigen Mikroapartments durch Ausweichflächen erweitert. Gemeinschaftsräume und Garten oder Terrasse sind Treffpunkt für die Mieter, entweder einfach zum Entspannen oder zum gemeinsamen Arbeiten à la Co living space. Vereinsamung in der Großstadt hat für Neuankömmlinge also dank der Community kaum eine Chance! Das eigene Apartment hingegen dient als Rückzugsraum.

Mobiles Arbeiten, häufige Jobwechsel, private Flexibilität – der Bedarf für temporäres Wohnen ist enorm. Mikroapartments stellen da die ideale Wohnlösung dar: Sie sind eine kleine, aber vollwertige Wohnung auf Zeit, die ohne viel Aufwand bezogen und wieder verlassen werden kann.