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Digitale Nomaden: Arbeiten wie andere Urlaub machen?!

Digitale Nomaden: Arbeiten wie andere Urlaub machen?!

Nine-to-five im Büro sitzen, jeden Tag die gleichen Gesichter, jeden Tag die gleiche U-Bahn nach Haus – das war einmal! Das Arbeitskonzept der Gegenwart und vor allem der Zukunft hört auf einen anderen Namen: Sogenannte digitale Nomaden erobern mehr und mehr den Arbeitsmarkt. Was sie ausmacht? Erstens, sie können ihr Berufsleben komplett ortsunabhängig gestalten. Zweitens, sie nutzen für ihren Job fast ausschließlich digitale Technologien, allen voran das Internet mit all seinen Online-Diensten. Darüber hinaus kann digitales Nomadentum eigentlich fast alles bedeuten.

Internet-Nomade auf Bali oder in Buxtehude? Alles kann, nichts muss

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Auch wenn man ihn sich in einer ersten neiderfüllten Annahme gerne so vorstellt – der Digitalnomade ist kein braungebrannter Surfer-Typ, der jeden Tag in Shorts und Flips-Flops am Balangan Beach von Bali verbringt, hängematteschaukelnd Drinks schlürft und nur sporadisch mal an seiner Dating-App bastelt, um Geld zu verdienen, weil er sich ansonsten mit den niedrigen Lebenshaltungskosten in Südostasien gut über Wasser halten kann.

Die Definition des Begriffs “digitaler Nomade” erlaubt viele Spielarten. Neben den beiden Kriterien der Ortsunabhängigkeit und Digitalität gibt es keine feststehenden Charakteristika. Um ein digitaler Nomade zu sein, muss man sich nicht möglichst weit weg von seinem Wohnort aufhalten. Ortsunabhängig arbeiten, das tun all jene, die zur Verrichtung ihres Jobs in der Wahl ihres Arbeitsplatzes frei sind: Auch wer von der Bibliothek seiner Heimatkleinstadt aus arbeiten kann, wenn er es will, ist ein digitaler Nomade. Arbeiten im Café, vom Coworking Space aus, in der Hotellobby, im Home Office, all das sind mögliche Varianten – genauso wie die Hängematte in Thailand, das Strandcafé mit WLAN auf Ibiza oder der kurzfristige Ortswechsel zwischen heimischem Internetcafé und Park in London.

Den Kopf in den Wolken, die Arbeit in der Cloud

Zwei Laptops und Kaffeetasse stehen auf Holztisch auf Balkon mit GrünpflanzenEs liegt in der Natur der Digital-und-Freelance-Sache, dass digitale Nomaden oft als Freiberufler in der Kreativbranche arbeiten oder projektbezogen als eCommerce- und Marketing-Experten, Programmierer, Webdesigner, Software-Entwickler etc. Ihre Produkte und Dienstleistungen entstehen über das Internet und werden dort auch den Kunden zugänglich gemacht und abgenommen, z.B. über cloud-basierte Dienste.

Analoges Arbeiten ist im digitalen Nomadentum zwar nicht komplett ausgeschlossen, findet darin aber nur noch wenig Platz – und wenn, dann nur so, dass es keine dauerhafte Anwesenheit erfordert.

Wer in dieser Form der Freiheit und Unabhängigkeit mehr sieht als nur eine Lifestyle-Bewegung und die Lizenz zum Dauerurlaub, kann sich als digitaler Nomade sein persönliches Wunscharbeitsumfeld schaffen. Und darin sind auch freie Entscheidungen möglich wie: Montag Morgen – arbeiten oder liegen bleiben? Die Nacht durcharbeiten und dafür langes Wochenende haben? Jetzt was kochen und dafür später noch ‘n Stündchen arbeiten?

Wie und wo leben? Die W-Fragen beantwortet der digitale Nomade individuell

Junge Frau steht mit Kaffeebecher am Strand und schaut aufs MeerKeine Frage, das Freelancer- und Selbstständigen-Dasein hat seine Vorteile genauso wie seine Nachteile. Und fest steht ebenso, dass Arbeiten im 21. Jahrhundert zwar mehr Vielfalt, Komplexität und Gestaltungsspielraum mit sich gebracht hat. Globalisierungs- und Digitalisierungsprozesse, Outsourcing, prekäre Arbeitsverhältnisse und befristete Projektlaufzeiten sind aber andererseits die Schlagwörter, die für weniger Sicherheit in Job- und Finanzfragen sorgen und weitaus mehr Flexibilität vom Arbeitnehmer 2.0 fordern.

Wer also als Projektmanager, Webdesigner oder Programmierer durch die Lande tingelt, sprich auf Projektbasis oder als Freelancer arbeitet und dabei Jobs überall auf der Welt annimmt, kann zwar von überall aus arbeiten – ein (bezahlbares) Dach über dem Kopf kann aber trotzdem nicht schaden.

Wen es als Internet-Nomade von Ort zu Ort zieht, dem stellt sich also wohl irgendwann auch die Frage, wie und wo er wohnen will, wenn er ständig unterwegs ist. Auch da gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Jedem das Seine: Backpacking oder Serviced Apartments

Die Ansprüche und Wünsche an die eigene Behausung könnten dabei nicht unterschiedlicher sein als die Möglichkeiten, die einem ein Leben als digitaler Nomade bietet. Dem einen ist das Socializen wichtig, weshalb er sich ein Zimmer in der 6er-WG sucht, der andere kommt für 3 Monate bei Freunden auf der Couch unter, weil’s wenig bis gar nichts kostet und manch einer steht vielleicht auf Wildcamping im australischen Outback, solange er Internetanschluss hat.

Was auch immer die Gründe sein mögen – wer auf die Vorzüge von Privatsphäre, Rückzugsraum und Komfort auch als multilokaler Digitalnomade nicht verzichten will, für den erlebt gerade das Geschäftsfeld Serviced Apartments einen Boom. Von Berlin, über Lissabon, bis nach Seattle eröffnen immer mehr Häuser mit bezugsfertigen, vollmöblierten Apartments im Privatwohnung-Stil, die den Bewohnern ihre eigenen vier Wohnungswände verschaffen. Gleichzeitig bieten sie mit Einkaufsservice, Reinigungs- und Wäscheservice auch einen Komfort wie im Hotel.

Auf diesen Zug sind auch wir von Bel Village aufgesprungen. Denn die Nachfrage ist zweifelsohne da. Frisst der aktuelle Job einen guten Teil der Zeit auf, ist vielen die noch verbleibende Freizeit heilig. Und die soll bloß nicht mit lästigen Alltagsaufgaben gefüllt werden. Wichtig ist stattdessen der belebende, bereichernde Austausch mit privat wie beruflich Gleich- oder zumindest Ähnlichgesinnten. Und die sind in den Bel Village Häusern reichlich anzutreffen. Wie so in unseren Häusern so ein ganz neues Konzept für zeitlich begrenztes Wohnen entsteht, verrät unser Blogpost zum Wohnen auf Zeit.

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